
Himmelsgucker aufgepasst: In den frühen Morgenstunden des 28. August 2026 wandert der Mond partiell durch den Schattenkegel unserer Erde. Das astronomische Ereignis ist in Mitteleuropa allerdings nur zur Hälfte beobachtbar, da der Erdtrabant im weiteren Verlauf im Südwesten bzw. Westen unter den Horizont sinkt.
Tipps für die perfekte Beobachtung
Um die Mondfinsternis optimal zu erleben, solltet ihr einen Standort mit freier Sicht Richtung Südwesten/Westen wählen. Zum Höhepunkt des Spektakels befindet sich der Mond nämlich extrem tief – nur knapp 3 Grad über dem Horizont. Ein großer Vorteil gegenüber Sonnenfinsternissen: Ihr benötigt keinerlei Schutzbrillen und könnt das Phänomen völlig gefahrlos mit bloßem Auge verfolgen. Wer noch tiefer eintauchen möchte, greift zu einem lichtstarken Fernglas. Damit lässt sich das faszinierende Farbspiel besonders gut erkennen: Der Mond schimmert im Kernschatten der Erde rötlich bis orange. Dieser Effekt entsteht, weil die Erdatmosphäre das Sonnenlicht bricht und vor allem die langwelligen, roten Lichtanteile in den Schattenkegel umlenkt.
Der zeitliche Ablauf (Angaben in MESZ):
3:22 Uhr: Der Mond tritt in den Halbschatten der Erde ein (optisch kaum wahrnehmbar).
04:34 Uhr: Beginn der sichtbaren Finsternis mit dem Eintritt in den Kernschatten.
06:13 Uhr: Höhepunkt der Finsternis mit einer maximalen Verfinsterung von rund 93,5 %.
07:52 Uhr: Austritt aus dem Kernschatten (von uns aus nicht mehr sichtbar).
09:04 Uhr: Offizielles Ende der Finsternis mit dem Verlassen des Halbschattens.
Da der Mond für enen Ort mittlerer geograf. Breite (z.B. 50° Nord / 10° Ost) bereits um etwa 06:36 Uhr untergeht, bleibt uns das Finale des Naturschauspiels leider verborgen.
Neben Europa lässt sich diese Mondfinsternis auch vom südlichen Grönland, aus Afrika, im Atlantik, in Nord- und Südamerika sowie im östlichen Pazifikraum bestaunen.
Viel Erfolg und eine wolkenfreie Sicht für Eure MoFi-Beobachtung!






